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Beitrag vom 26.4.2005:
München nutzt Debian für Migrationsprojekt
Anfang April gab die Landeshauptstadt München eine Entscheidung im ersten großen IT-Migrationsprojekt bekannt. Sie setzt auf die freie GNU/Linux-Distribution Debian und eine mittelständische Bietergemeinschaft aus den Firmen Softcon (München) und Gonicus (Arnsberg).
Ausgeschrieben für das IT-Migrationsprojekt LiMux war die Erstellung, Konfiguration und Pflege eines auf freier Software bzw. Open Source basierenden Basis-Clients für die Stadtverwaltung mit ihren ca. 14.000 Arbeitsplätzen. Bereits zum Jahresende 2005 soll mit der Migration begonnen werden.
Die Entscheidung für Open-Source-Software ist im Münchener Stadtrat bereits im Mai 2003 bzw. Juni 2004 gefallen. Diese Entscheidung hatte Signalwirkung für andere Kommunen.
Doch was hat Debian eigentlich zu bieten: Debian ist eine GNU/Linux-Distribution, die ausschließlich aus freier Software besteht. Sie enthält das Betriebssystem und eine sehr große Auswahl an Anwendungsprogrammen, Tools und Utilities, zusammen mit einem dazu passenden Kernel. Es ist bisher auf elf unterschiedlichen Prozessor-Architekturen (darunter intel x86 und IA-64, Motorola 680x0, DEC Alpha, IBM S/390, PowerPC, Sun SPARC) lauffähig.
Das 1993 durch Ian Murdock ins Leben gerufene Debian-Projekt besteht heute aus über 1000 Personen, die das System nach selbst aufgestellten Richtlinien zusammenstellen und ständig aktualisieren. Es ist die am weitesten verbreitete nicht-kommerzielle Linux-Distribution und steht allen Entwicklern und Nutzern zur Teilnahme offen. Debian basierte ursprünglich auf Softlanding Linux System (SLS).
Franz J. Steinkress, steinkress software development
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