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Beitrag vom 3.6.2005: Trolltech sorgt für Kompatibilitätsprobleme
Hat Trolltech mit Qt4 eine Kostenlawine losgetreten? Die norwegische Firma Trolltech ist inzwischen eine wichtige Größe im Open Source Markt. Schließlich liefert sie das plattformübergreifende C++-Framework Qt, auf das der Linux/Unix-Desktop KDE. Diese setzt auf die Anwendungsplattform Qtopia für Linux-Mobilgeräte.
Jetzt hat Trolltech seine neue GUI-Klassenbibliothek Qt 4.0 final release noch für dieses Quartal angekündigt. Die Version beta 2 release ist bereits erhältlich. Da von Trolltech Kompatibilität nur innerhalb eines Major Releases zugesichert wird, kommen jetzt Kosten auf die Anwender zu! Denn durch den Umstieg von Qt 3 auf Qt 4 kommt es zum Bruch bei der Binär- und Sourcekompatibilität. Daher ist bei der Umstellung auf Qt 4 mit einigem Aufwand bei der Portierung zu rechnen.
Binärkompatibilität bedeutet, dass sich eine vorhandene dynamische Bibliothek durch eine neuere Version ersetzen lässt. Hierbei ist es nicht erforderlich, das gesamte Softwarepaket neu zu kompilieren. Somit bietet Binärkompatibilität viele Vorteile und vereinfacht auch die Softwaredistribution. Die Sourcekompatibilität ist dagegen nicht gegeben, wenn sich die Klassen- oder Funktionsnamen bei verschiedenen Versionen ändern.
Wie weit die Auswirkungen gehen, sieht man bei einer der bekanntesten Software Projekte unter Qt, dem KDE-Projekt. Damit muss KDE (K Desktop Environment) auch bald in einer auf Qt 4.0 basierenden Version verfügbar sein, einschließlich dem KOffice. Derzeit wird KDE 3.4 mit KOffice 1.4 vervollständigt.
Das Interessante für Windows Anwender ist, dass Qt 4.0 jetzt auch auf Windows unter der GPL (GNU General Public License) angeboten werden soll.
Franz J. Steinkress, steinkress software development
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